Betreuungsbedarf — und der Aufgabenkreis des Betreuers

Bei der Ein­rich­tung ein­er Betreu­ung müssen Fest­stel­lun­gen zu der Frage getrof­fen wer­den, für welche Auf­gaben der Bedarf für eine rechtliche Betreu­ung beste­ht.

Betreuungsbedarf — und der Aufgabenkreis des Betreuers

Dass der Betrof­fene nach dem Ein­druck des Gerichts seine Angele­gen­heit­en überblickt, schließt nicht zwin­gend aus, dass er etwa auf­grund krankheits­be­d­ingter Ver­hal­tensstörun­gen für bes­timmte Auf­gaben im Rechtsverkehr eine Betreu­ung benötigt.

Erst nach Fest­stel­lung des Auf­gabenkreis­es, in dem ein Betreu­ungs­be­darf beste­ht, lässt sich beurteilen, ob durch die Betreu­ung eine Verbesserung der Sit­u­a­tion des Betrof­fe­nen zu erre­ichen ist. Dabei ist dann zu berück­sichti­gen, inwieweit ein Betreuer bei sachgerechter Ausübung seines Amtes durch rechtliche Entschei­dun­gen einen für den Betrof­fe­nen pos­i­tiv­en Ein­fluss nehmen kön­nte.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 28. Jan­u­ar 2015 — XII ZB 520/14