Die verweigerte Zusammenarbeit mit dem Betreuer

Der Erforder­lichkeit der Betreu­ung ste­ht nicht ent­ge­gen, dass die Betrof­fene sich der Zusam­me­nar­beit mit dem Betreuer bis­lang ver­weigert hat, solange nicht die Voraus­set­zun­gen ein­er sog. Unbe­treubarkeit1 fest­gestellt sind.

Die verweigerte Zusammenarbeit mit dem Betreuer

Soweit das Betreu­ungs­gericht darauf abhebt, die Betrof­fene habe offen­sichtlich alles auch ohne Betreuer organ­isieren kön­nen, kön­nte das eine Betreu­ung jeden­falls dann nicht über­flüs­sig machen, wenn es der rechtlichen Regelung ver­schieden­er Angele­gen­heit­en bedarf und die Betrof­fene diese man­gels Geschäfts­fähigkeit wed­er selb­st noch durch Bevollmächtigte vornehmen kön­nte.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 15. Juni 2016 — XII ZB 581/15

  1. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 28.01.2015 — XII ZB 520/14 , Fam­RZ 2015, 650 Rn. 11 ff. []