Coro­na – und die aus­ge­las­se­ne Anhö­rung des Betroffenen

Der pau­scha­le Ver­weis des Gerichts auf die mit der Coro­na-Pan­de­mie ver­bun­de­nen Gesund­heits­ge­fah­ren ist nicht geeig­net, das Abse­hen von der per­sön­li­chen Anhö­rung des Betrof­fe­nen zu recht­fer­ti­gen [1] .

Coro­na – und die aus­ge­las­se­ne Anhö­rung des Betroffenen

Dies gilt jeden­fall dann, wenn sich den Aus­füh­run­gen des Gerichts nicht ent­neh­men lässt, dass kei­ne Mög­lich­keit bestan­den hät­te, die­sen all­ge­mei­nen Gefah­ren durch eine ent­spre­chen­de Gestal­tung der Anhö­rungs­si­tua­ti­on Rech­nung zu tragen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Novem­ber 2020 – XII ZB 179/​20

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 14.10.2020 – XII ZB 235/​20[ ]