Einrichtung einer Betreuung — und die Möglichkeit zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht

Eine Betreu­ung ist regelmäßig nicht erforder­lich, wenn der Betrof­fene noch in der Lage ist, jeman­den mit der Wahrnehmung sein­er Angele­gen­heit­en zu beauf­tra­gen.

Einrichtung einer Betreuung —  und die Möglichkeit zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht

Denn gemäß § 1896 Abs. 2 Satz 2 BGB ist die Betreu­ung nicht erforder­lich, soweit die Angele­gen­heit­en des Volljähri­gen durch einen Bevollmächtigten, der wie hier nicht zu dem Per­so­n­enkreis des § 1897 Abs. 3 BGB zählt, oder durch andere Hil­fen eben­so gut wie durch einen Betreuer besorgt wer­den kön­nen.

Eine Betreu­ungsanord­nung erübrigt sich deshalb jeden­falls dann, wenn der Betrof­fene wie hier noch in der Lage ist, eine Per­son seines Ver­trauens mit der Wahrnehmung der Angele­gen­heit­en zu beauf­tra­gen1 und ein beson­deres Bedürf­nis für die mit der Betreu­ung ver­bun­dene gerichtliche Kon­trolle2 nicht ersichtlich ist.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 21. Novem­ber 2013 — XII ZB 481/12

  1. vgl. Palandt/Götz BGB 72. Aufl. § 1896 Rn. 12 []
  2. vgl. MünchKomm-BGB/Schwab 6. Aufl. § 1896 Rn. 63 []